Unser Leitbild

Die Akademie für Gesundheitsberufe (kbs) folgt den Normen und Werten der katholischen Kirche und ist der Heiligkeit des Lebens verpflichtet. Die Mitarbeiter* leisten ihren Dienst in christlicher Nächstenliebe im Geist der Franziskanerinnen von Lüdinghausen. Dienstgeber und Mitarbeiter bilden eine Dienstgemeinschaft, die von allen Verantwortungsbereitschaft und vertrauensvolle Zusammenarbeit fordert.

Menschenbild

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Er ist einzigartig und unverwechselbar. Ziel des Lebens ist, einen sinnvollen und erfüllenden Lebensweg zu gestalten und zu verwirklichen. Nach Zeugnis der Bibel ist der Mensch ein von Gott gewolltes und angenommenes Geschöpf, ungeachtet seiner Herkunft, Konfession, Hautfarbe, seines Geschlechts, seiner Bildung und Leistung. Er ist als Einheit in seinen leiblichen, geistigen, seelischen, religiösen und sozialen Bezügen geschaffen. Seine Würde ist unantastbar. Er verliert sie zeitlebens und über den Tod hinaus nicht: Krankheit, Alter, körperliche, geistige und/oder seelische Behinderung, Sterben und Tod schränken seine Würde nicht ein.

Menschliches Leben ist gekennzeichnet durch Gelingen und Scheitern, Reifung und Krisen. Stärken und Schwächen werden angenommen und integriert. Selbstständigkeit und Selbstbestimmung werden geachtet und unterstützt. Gesundheitsfürsorge umfasst die Erhaltung und/oder Wiederherstellung der Gesundheit, die aktivierende Hilfestellung, Beratung und Begleitung bei Krankheit, Behinderung und im Alter.

Bildungsverständnis

Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie duales Studium der Pflege orientieren sich am christlichen Menschenbild. Bildung bedeutet einen aktiven Vorgang, der Lernpotentiale freisetzt und kreative und innovative Fähigkeiten fördert.

Eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis, eine möglichst weitgehende Abstimmung zwischen den verschiedenen Lernorten, ist Herausforderung und Ziel. Aktuelle pflegewissenschaftliche, medizinische und weitere bezugswissenschaftlicher Erkenntnisse sind Basis und wegweisend.

Das Konzept des „Lebenslangen Lernens“ trägt zur Qualitätssicherung und Berufszufriedenheit bei. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Curricula auf Basis aktueller pädagogischer und didaktischer Konzepte gilt als Selbstverpflichtung.

Verantwortung

Wertschätzung, Achtung und Rücksichtnahme sind im Umgang mit Schülern, Teilnehmern und Mitarbeitern zentral. In angstfreier Atmosphäre, getragen von gewaltfreier Kommunikation, werden individuelle Begleitung und Beratung der an der Ausbildung Beteiligten gewährleistet.

Bedürfnisse, Fragen und vielfältige Begabungen finden Berücksichtigung. Transparenz bei Entscheidungen, Delegation von Aufgaben, Stärkung der Eigeninitiative und Mitverantwortung der Mitarbeiter und Schüler sind Grundlage des Führungsverständnisses. Leitungskräfte haben Vorbildfunktion. Führung wird als Dienst verstanden.

Eine offene und konstruktive Zusammenarbeit mit Einrichtungen, die im Dienst am Menschen stehen, insbesondere Gremien und Behörden, der Freien Wohlfahrtspflege, der Kirchen und des Staates wird angestrebt, getragen von Engagement für die Schaffung, Förderung und Vernetzung gesundheits- und lebensfördernder Strukturen (Prävention, Kuration, Rehabilitation und Palliation). Nationale und internationale Zusammenarbeit wird gepflegt und stetig entwickelt. Herausbildung von Gesundheitsbewusstsein findet Ausdruck in ethischen und sozialpolitischen Diskussionen und Stellungnahmen.

* In unserem Leitbild wird stets die grammatikalisch maskuline Form gewählt. Selbstverständlich sind stets Frauen und Männer gemeint.