Schüleraustausch-Programme

Wie läuft die Pflegeausbildung in anderen Ländern? Welchen Einfluss haben die verschiedenen Kulturen auf die Pflegesituation? Seit mehr als fünf Jahren ermöglicht die Akademie für Gesundheitsberufe ihren Schülerinnen und Schülern Praktika im europäischen Ausland und darüber hinaus.

Die internationalen Praktika werden durchgeführt im Rahmen des EU-Projektes "Erasmus +" und weiteren Kooperationen:

  • Deutscher Verein vom Heiligen Land (Praktikum in einem Altenheim in Westjordanland/Palästina)
  • Centro Universitário Franciscano (Santa Maria, Brasilien)
  • St. Patrick’s Nursing and Midwifery Training College in Offinso, Ghana. Diese Kooperation wurde durch das "Eine Welt-Forum–NRW" in Mönchengladbach initiiert und wird kooperativ weiterverfolgt
  • Hopitaux de Saint Maurice (Paris, Frankreich)
  • Da Vinci College (Dordrecht, Niederlande)
  • Kellebeck College (Roosendaal, Niederlande)
  • Stadin ammattiopisto Helsinki Vocational College (Helsinki, Finnland)

Zum Pflegepraktikum von Paris nach Mönchengladbach

Premiere: Im Rahmen des europäischen Austauschprogramms Erasmus+ absolvierten erstmals zwei französische Schüler der Pflegeschule des Hôpitaux de St Maurice in Paris ein achtwöchiges Praktikum in den Kliniken Maria Hilf. Jordan Nandor und Myriam Milady lernten die pflegerischen Abläufe in der Allgemein- und Viszeralchirurgie und in der Orthopädie (Station H1/A1 im Krankenhaus Maria Hilf) kennen und gewannen viele neue Eindrücke über den Klinikalltag in Deutschland.

Gemeinsam mit Pflegeschülern der Akademie für Gesundheitsberufe am St. Kamillus (kbs) besuchten sie in der Freizeit die Region und lobten ausdrücklich das Engagement betreuenden kbs-Lehrer und der Stationsleitung, Frau Kosmalla! Ein besonderes Dankeschön an die beiden kbs-Paten unserer französischen Gäste: Frau Geyer und Frau Fischer aus dem "GUK März 2016" haben Jordan und Myriam kompetent begleitet.

So nah und doch so anders – Pflege in den Niederlanden

Ein Bericht von Tanja Bräckling (Guk Sept 15)

Nach einer langen und intensiven Vorbereitung auf das Erasmus–Auslandsprojekt ging es für mich am 17. Mai 2017 in die Niederlande nach Dordrecht. Dort arbeitete ich vier Wochen in einem Pflegeheim namens ‘‘de Sterrenlanden‘‘ in einer Station, auf der Menschen mit körperlichen Behinderungen und Krankheiten wohnen. Dort arbeiten hauptsächlich die Auszubildenden und eine examinierte Kraft (Verzogende) zur Unterstützung und Aufsicht. Dies fand ich sehr interessant.

Die Auszubildenden lernen auf diese Art und Weise schnell Verantwortung zu übernehmen und den Pflegealltag gemeinsam zu planen und zu organisieren. Ich wurde sehr schnell in das Team aufgenommen und integriert. Am Anfang dachte ich: Ok, die Niederlande sind jetzt nicht so weit weg, so viele Unterschiede wird es dort zu Deutschland nicht geben. Aber sehr schnell merkte ich dann doch, dass es teilweise große Unterschiede gibt.

Das Pflegeheim selber ist grundsätzlich so aufgebaut wie Pflegeheime in Deutschland, aber die Arbeitseinstellung ist eine ganz andere. In Deutschland ist der Alltag sehr hektisch und stressig. Die Niederländer hingegen lassen sich nicht so schnell stressen und gehen alles mit Ruhe an. Das fängt damit an, dass es jede 2,5 Stunden eine Pause gibt. Interessant: dort arbeitet eine Pflegekraft niemals 12 Tage am Stück, maximal arbeitet sie sechs Tage hintereinander. Die Frühschicht beginnt um 7.30 bis 16.00 Uhr, Spätschicht 14.30 bis 23.00 Uhr und Nachtschicht von 22.45 bis 7.00 Uhr.

Wichtig: Die Niederländer arbeiten ausschließlich mit „Liftern“. Dort wird kein Patient/Bewohner mit eigener Kraft aus dem Bett geholt. Auch wenn das ganze Zeit kostet, wird ausschließlich mit diesem Hilfsmittel gearbeitet. Dadurch ist es gut möglich einen Patienten/Bewohner alleine zu versorgen. Sehr positiv ist mir aufgefallen, dass in ‘‘de Sterrenlanden‘‘ ein sehr liebevoller Umgang mit den Bewohnern gepflegt wird. Sie werden meistens mit dem Vornamen angesprochen. Die Pflegenden nehmen sich, wenn gerade möglich, sehr viel Zeit für die Bewohner und setzen sich auch einfach mal zu ihnen und unterhalten sich. Die Bewohner haben mich sofort akzeptiert und so wurde mir schon nach kurzer Zeit meine Gruppe an Bewohnern zugeteilt, die ich täglich gepflegt habe.

Natürlich gab es anfangs sprachliche Probleme, aber man konnte sich immer irgendwie weiterhelfen und hat voneinander gelernt. In diesem Zusammenhang habe ich gemerkt, wie wichtig die non-verbale Kommunikation ist und welchen Stellenwert sie hat. Ein Lächeln oder ein Handreichen sagt oft viel mehr aus als Worte – gerade dann, wenn es sprachliche Unterschiede gibt. Sehr schnell wurde deutlich: auch wenn die Niederlande ein Nachbarland sind, gibt es dort einige Unterschiede zu Deutschland.

An einem Tag habe ich das DaVinci College in Dordrecht kennengelernt und durfte dort eine praktische „Skillsstunde“ miterleben. Nach einer Führung durch die Schule hatte ich Gelegenheit mich mit den niederländischen Studenten auszutauschen. Die Ausbildung läuft in den Niederlanden ganz anders ab als bei uns. Dort sind die verschiedenen Berufsgruppen in Level eingeteilt. Es gibt Level 2 (Helfende), Level 3 (Versorgende) und Level 4 (Krankenschwester/-pfleger). In meiner Freizeit habe ich neben Dordrecht, die älteste Stadt in den Niederlanden, auch Den Haag, Rotterdam und Scheveningen und die Umgebung erkundet.. In Scheveningen gibt es das ‘‘Madurodam‘‘, einen Modelpark, der die Niederlande als Model dargestellt. Wenn man die Niederlande und die schönsten Stellen und Städte einmal entdecken möchte, ist es sehr interessant diesen Park einmal zu besuchen.

Ich empfehle jedem Schüler, wenn es möglich ist, an einem Auslandsprojekt teilzunehmen. Man macht sehr viele Erfahrungen, entdeckt ein anderes Land und lernt Unterschiede zu Deutschland deutlich kennen. Ich habe sehr viele Erfahrungen gesammelt und würde an so einem Projekt immer wieder teilnehmen!

Unbekannte (Pflege)-welten entdecken in Ghana

Feierten ihr Wiedersehen: Mrs. Lumor, Leiterin der St. Patrick’s Midwifery Training School und Angelika Baumann, Lehrerin der kbs. Zwei OTA/ATA-Auszubildende der kbs verbrachten vier interessante Wochen in Westafrika.

Wir bekamen von der Akademie für Gesundheitsberufe am St. Kamillus (kbs) das Angebot, vier Wochen am Projekt „Wirkung und Zusammenhänge des weltweiten Entwicklungsgefälles – Gesundheitsverhalten in unterschiedlichen Kontexten und Kulturen“ in Ghana teilzunehmen. Nach durchlaufenem Auswahlverfahren und der Freistellung durch den OP machten wir uns für vier Wochen auf nach Offinso. Schon lange bevor wir die Reise antraten, mussten wir uns um viele Dinge kümmern, zum einen brauchten wir ein Visum und es waren Impfungen erforderlich um überhaupt einreisen zu können. Außerdem besuchten wir ein Seminar, das uns intensiv auf das Projekt, den Kontinent Afrika und das Land Ghana vorbereitete. Bevor unsere Lehrerin Angelika Baumann uns nach einer Woche Aufenthalt verließ, arbeiteten wir in erster Linie im St. Patrick´s Hospital. Nebenbei nahmen wir an Projekten teil.

Gleich in der ersten Woche besuchten wir die beiden mobilen Kliniken und waren von der ersten, „St. Peter´s Health Centre“ sehr überrascht, denn dort trafen wir nicht auf einen Arzt, sondern auf einen Physician Assistant, der die Leitung der Klinik hatte. Die Klinik verfügt über ca. zwanzig Betten, alle ausgestattet mit einem Moskitonetz zur Malariaprophylaxe. Zusätzlich gab es einzelne Räume zur Lagerung der Medikamente, zur Untersuchung, ein Archiv für Patientenakten, ein Büro, einen Injektionsraum, Verbandsraum und einen Raum als Kreißsaal.

Unser letztes Projekt war die eintägige Begleitung von Justice. Er ist der Hauptmitarbeiter  der „Special Children´s Care“ und besucht die umliegenden Dörfer, um sich um geistig und körperlich behinderten Kinder zu kümmern. Er fährt sie ins Krankenhaus und versorgt sie bei Bedarf mit Medikamenten oder Hilfsmitteln. Der wichtigste Anteil seiner Arbeit besteht jedoch darin, sich um die Kinder zu kümmern, für sie da zu sein und sie auch mal zum Lachen zu bringen. Er macht alles Menschenmögliche, damit sie ein für dortige Verhältnisse gutes Leben führen können.

Der Verkehr, die Häuser, die Menschen – alles war anders in Ghana. Wir brauchten ein paar Tage, um uns an die Städte, den Alltag und die Umgangsformen dort zu gewöhnen. Immer wieder fielen uns große Unterschiede zwischen der „europäischen“ und „afrikanischen“ Denkweise auf. Als erstes in diesem Zusammenhang würden wir das Thema Arbeitseinstellung nennen. Während viele Menschen in Deutschland für ihre Arbeit leben, sämtliche Aspekte zur vollen Zufriedenheit des Chefs und der Kollegen zu erfüllen versuchen und mit sich selbst am härtesten zu Gericht ziehen, gehen die Menschen in Ghana wesentlich gelassener an die Sache heran.

Eine eindrucksvolle (und ehrlicherweise beunruhigende) Erfahrung war die Nacht des 19. Januar 2017. Ghanaer sind zum größten Teil sehr religiös, der Glaube lässt sich in vielen Teilen des alltäglichen Lebens wiederfinden. Als wir jedoch gewarnt wurden an diesem speziellen Abend nach 18.00 Uhr nicht mehr das Haus zu verlassen, geriet dieses Bild ins Wanken. Im November 2016 war die Königinmutter des Volkes der Ashanti im hohen Alter von 111 Jahren gestorben. Nun stand die Beisetzung an. Man teilte uns mit, dass nach traditionellem Ashantibrauch im Rahmen solch großer Beisetzungen diverse Ritualmorde stattfinden würden, welche nicht strafrechtlich verfolgt werden. Erschreckende Bilanz dieser Nacht: Nicht nur in Kumasi verschwanden mehrere Menschen, auch die Freundin einer befreundeten Krankenschwester war unfreiwillig geopfert worden.

Fazit: Insgesamt wurden unsere Erwartungen voll und ganz erfüllt, wir durften unglaublich viele Eindrücke aus einem Teil der Welt sammeln, der uns vorher völlig unbekannt war. Diese waren nicht immer, aber größtenteils positiver Natur. Wir sind fest davon überzeugt, dass dieser Aufenthalt unserer beider persönlichen Entwicklung gut getan hat. Vor allem Selbstständigkeit und Offenheit wurden gefördert. Abschließend bleibt eigentlich nur zu sagen, dass der Aufenthalt zu kurz war. Die Unterstützung durch den „Konkreten Friedensdienst NRW“ war, vor allem während der Vorbereitungsphase, wichtig und hilfreich; wir fühlten uns bestmöglich vorbereitet und sind auch für die finanzielle Unterstützung der Reise dankbar. Wir sind uns absolut einig, dass wir auf jeden Fall noch einmal etwas in dieser Art machen wollen.

Welcome to the kbs! Willkommen in der kbs!

YouTube-Video als Schülerprojekt aus dem Kurs GUK-3.2016
Die weltweiten kbs-Schüleraustausch-Kooperationen führen unsere Pflegeschüler in die verschiedensten Teile der Welt. Umgekehrt besuchen Krankenpflegeschülerinnen und -schüler u.a. aus Finnland, den Niederlanden, China und Ghana die kbs in Mönchengladbach. Zur Vorbereitung auf den Besuch in Deutschland geben zwei Schülerinnen aus dem Kurs GUK-3.2016 in ihrem Film einige Basis-Infos zur kbs, der Arbeit in den Kliniken Maria Hilf und Freizeitaktivitäten.

Zum Auslandspraktikum in die Kliniken Maria Hilf nach Mönchengladbach

kbs-Projektkoordinatorin Cordula Gallois und Krankenschwester Bettina Schiffer mit Praktikantin Vanessa Knezovic und Jolanda van de Lagemaat aus dem Da Vinci College in Dordrecht

Die 21-Jährige Niederländerin Vanessa Knezovic war Gast der Akademie für Gesundheitsberufe am St. Kamillus (kbs) und absolvierte im Rahmen ihrer Pflegeausbildung ein dreimonatiges Praktikum auf der Station S0 im Krankenhaus St. Franziskus.

Über das Erasmus-Programm (ein internationales Austauschprogramm für Schüler, Studenten und Auszubildende) bewarb sie sich für einen Auslandsaufenthalt in Deutschland. Mit Erfolg. Durch die Kooperation der kbs mit dem Da Vinci-College in Dordrecht erhielt sie die Zusage für praktische Erfahrungen im Nachbarland. „Europa wächst zusammen und da ist für uns selbstverständlich, dass Auszubildende grenzübergreifende berufliche Erfahrungen sammeln und internationale Berufskompetenzen erwerben. Insbesondere in der Erfahrung anderer Kulturen lernt man sehr viel über die eigene Lebensweise“, erklärt Cordula Gallois, die in der Pflegeakademie die Projektarbeit betreut.

Drei Fragen an Austauschschülerin Vanessa und die stellv. Stationsleitung Elke Decker

1. Vanessa, was war ähnlich und was war anders in Ihrer Pflegeausbildung gegenüber der Situation in den Niederlanden?
In den Niederlanden erfolgt die Ausbildung zum großen Teil in der Schule, praktische Einsätze im Krankenhaus gibt es weniger. Mir hat der umfassende Praxisanteil und speziell der Umgang mit den Patienten sehr gut gefallen, durch die fachliche Anleitung der Kolleginnen habe ich viel gelernt. In der ersten Woche haben sie mich „eng“ begleitet; als das Team dann gesehen, was ich konnte, durfte ich zunehmend selbstständig arbeiten. Besonders gut gefallen hat mir der angstfreie Umgang untereinander, ich fühlte mich nie überfordert, sondern konnte immer um Hilfe bitten.

2. Wie würden Sie Ihre Entwicklung während des Praktikums beschreiben?
Meine Zeit in Mönchengladbach hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht und meine Selbstständigkeit sehr gefördert! Als eine Art „Ritterschlag“ habe ich es empfunden, dass ich sogar andere Schüler bei bestimmten Tätigkeiten anleiten und zum Abschluss meiner Zeit, nach  intensiver Vorbereitung, die Verantwortung für eine Patienteneinheit übernehmen durfte. 

3. Frau Decker, wie würden Sie die Zusammenarbeit zwischen Praktikern, Lehrern und Studenten beschreiben?
Vanessa war die erste ausländische Schülerin auf unserer Station. Diese neue Situation war auch für uns spannend; wir wollten natürlich, dass es ihr gut geht und sie möglichst viel mitbekommt! Ihre hervorragenden Deutschkenntnisse haben es uns leicht gemacht; ihr Aufenthalt hat sich positiv auf das gesamte Team ausgewirkt und war ein echter Gewinn!  Durch unseren engen Kontakt zur Akademie für Gesundheitsberufe konnte aufkommende Fragen sofort beantwortet werden.

Überwiegend sonnig mit wenig Regen: 4 Wochen Praktikum in Irland

Zwei Altenpflegeschülerinnen der kbs verbrachten vier abwechslungsreiche Wochen auf der grünen Insel.

Ein Bericht von Nicole Pryschelski und Julia Metz

Innerhalb unserer Ausbildung zur Fachkraft für Altenpflege haben wir im März/April 2016 an einem Erasmusprojekt teilgenommen. Während unseres vierwöchigen Praktikums in Dublin, der Hauptstadt von Irland, haben wir im St. Gabriel's nursing home (einem Pflegeheim für Senioren) gearbeitet. Wir konnten viele Erfahrungen sammeln, die wir an dieser Stelle kurz und knackig schildern möchten.

Wichtige Pflegeerfahrungen auf der grünen Insel

Unser erster Arbeitstag im Praktikum startete am Montag, den 21.3.2016 um 10 Uhr. Begleitet wurden wir dabei von unserer Mentorin vor Ort, Ulrike McMahon. Uns wurde alles gezeigt und wir lernten unsere neuen Kollegen kennen. Die tägliche Arbeitszeit war von 8 bis 16 Uhr, montags bis freitags.

Dienstag ging es dann richtig los. Wir arbeiteten die meiste Zeit als Zusatzkräfte, es sei denn, jemand war mal krank. Die Unterschiede des Heims in Irland zu den Heimen in denen wir in Deutschland arbeiten sind enorm – positiv, aber auch negativ: mehr Personal, Pflege immer zu zweit, mehr Betreuungsangebote, andere Arbeitszeiten, mangelnde Struktur in der Pflege, andere Hygienevorschriften. Auffallend: der Umgang mit den Bewohnern im St. Gabriel's nursing home ist sehr liebevoll. Sie werden mit Vornamen oder Spitznamen angesprochen, was für einen vertrauten Umgang sorgt. Durch den besseren Personalschlüssel ist es dort möglich mehr mit den Bewohnern zu unternehmen und sich für gemeinsame Aktivitäten Zeit zu lassen.

Die Pflege zu zweit ist sehr sinnvoll, um einerseits den Mitarbeiter, aber auch den Bewohner zu schützen. Hingegen ist es nicht gut, wenn einer die rechte Körperhälfte wäscht und der andere währenddessen die linke Seite abtrocknet. An manchen Punkten hatten wir den Eindruck die Informationsweitergabe im Bezug auf Erkrankungen zwischen Krankenschwestern und Pflegehelfern fehlt. Dazu ist zu sagen, dass sich die Krankenschwestern ausschließlich um die Medikamentengabe, Behandlungspflege und Dokumentation kümmern. Die Körperpflege und Betreuung der Bewohner hingegen von Pflegehelfern übernommen wird.

Wir hatten vor Ort noch einen Sondersituation: der Norovirus war ausgebrochen. Wir haben also gesehen, wie dort Infektionsprophylaxe betrieben wird. Leider war der Virus sehr hartnäckig. In Sachen Intertrigoprophylaxe und Mundpflege könnten sich die Iren noch einiges bei uns Deutschen abgucken. Auch bei der Strukturierung der Pflege.

„Alles in allem hatten wir den Eindruck, dass dort mehr Wert auf die Beziehung zum Bewohner und die persönliche Betreuung, als auf medizinische Aspekte gelegt wird. Würde man das deutsche und das irische System kombinieren würde das DAS PERFEKTE ALTENHEIM bilden.“

Sightseeing in und rund um Dublin

Genug vom Altenheim, schließlich hatten wir neben unserer Arbeit auch Freizeit! Diese haben wir genutzt, um die Umgebung zu besichtigen. Wir waren in Howth am Hafen, der nur ungefähr fünf Minuten mit dem Zug entfernt war, in Malahide, in Greystones, wo ein wunderschöner Strand mit kleinen Klippen ist und am Dollymount Beach. Außerdem waren wir natürlich in der Innenstadt, die mit dem Zug schnell erreichbar ist. Hier gab es interessante Orte wie den St. Stephen's Green Park, den Temple Bar Market und gute Einkaufsmöglichkeiten. Neben den Orten, die wir selbstständig erreichen konnten, haben wir noch eine Tour nach Wicklow (Drehort des Films „P.S. ich liebe dich“), Kilkenny und Glendalough gemacht.

Wir hatten ziemliches Glück mit dem Wetter – von vier Wochen hat es nur eine Woche geregnet, was eine super Bilanz für irisches Wetter ist. Uns wurde gesagt, man erlebt dort oftmals vier Jahreszeiten an einem Tag. Unsere Gastfamilie war sehr nett. Es war alles super interessant, die Menschen waren total aufgeschlossen und freundlich. Wir haben uns sehr gut integriert gefühlt.

Fazit: Wir können jedem, der die Möglichkeit hat solch ein Praktikum zu machen dies nur wärmstens empfehlen. Wir hatten eine schöne Zeit mit vielen tollen Erlebnissen, die wir auf keinen Fall missen möchten!

Premiere: Schülerinnen der kbs besuchen Brasilien

So macht ein Praktikum im Ausland Spaß – in Brasilien wurden die kleinsten Patienten professionell und liebevoll versorgt.

Unvergessliche Wochen in Santa Maria

Ein Bericht von Rebecca und Ricarda Rentzschke (GuK Sep. 14)

Am Freitag, den 19.02.2016, ging es für uns los in ein bis dahin unbekanntes Land: Brasilien. Im Rahmen der Kooperation zwischen der Akademie für Gesundheitsberufe (kbs) und dem Centro Universitário Franciscano absolvierten wir vier Wochen ein Pflegepraktikum in die Universitätsstadt Santa Maria im Süden Brasiliens. Dort arbeiteten wir in zwei verschiedenen Krankenhäusern: zum einen im OP-Bereich des Hospital São Francisco de Assis und zum anderen auf einer sogenannten „Normalstation“ im Casa de Saúde.

Untergebracht wurden wir im Casa de Retiros in Schoenstatt. Dort teilten wir uns ein geräumiges Doppelzimmer mit eigenem Bad. Auf der gleichen Etage befand sich eine kleine Küche für alle Bewohner und ein Raum mit Waschmaschine und Bügeleisen. Die Unterkunft war nur wenige Autofahrminuten vom Hospital São Francisco de Assis entfernt und rund 10 Minuten mit dem Taxi zum Casa de Saúde.

Die ersten drei Wochen wurden wir im OP eingesetzt und arbeiteten von 7 bis 16 Uhr. Von Beginn an wurden wir herzlich aufgenommen und ins Team integriert. Wir begleiteten die zu operierenden Patienten von der Aufnahme, Narkose, Operation und  postoperativen Versorgung bis hin zur Entlassung/Verlegung. Trotz einiger sprachlicher Hürden zeigten und erklärten uns die Mitarbeiter alles und direkt ab dem zweiten Tag durften wir verantwortlich mitarbeiten, wie z.B. die Versorgung von Neugeborenen, die Vorbereitung von Kompressen für die Sterilisation, aufräumen und desinfizieren der OP-Säle sowie der Transfer von Patienten. Besonderes Highlight: Bei englisch– bzw. deutschsprachigen Anästhesisten und Chirurgen durften wir sogar dem Arzt assistieren, indem wir die Materialien steril anreichten. Es waren spannende und lehrreiche Stunden im OP. Wir erhielten Einblick in Bereiche, die wir in Deutschland vielleicht während der Ausbildung nicht zu sehen bekommen.

In unserer letzten Woche arbeiteten wir von 7 bis 13 Uhr im Casa de Saúde etwas außerhalb der Stadt. Die Station Santa Înes hat 11 Zweibett-Zimmer mit Patienten unterschiedlicher Erkrankungen. Neben der Bestimmung der Vitalparameter unterstützten wir das Pflegepersonal, indem wir Patienten wuschen und die Wundversorgung übernahmen. Die Pflege ist prinzipiell wie bei uns in Deutschland, trotzdem mussten wir uns an die brasilianischen Gegebenheiten gewöhnen – manchmal brauchte man sogar ein gutes Improvisationstalent.

Neben der Arbeit im Krankenhaus besuchten wir vielfältige Veranstaltungen in der Universität. So durften wir u.a. am Unterricht in verschiedenen Semestern teilnehmen und besuchten diverse Veranstaltungen. In unserer Freizeit besuchten wir ein Altenheim, eine Favela und unternahmen viel gemeinsam mit den Studenten sowie den Pflegekräften und lernten das brasilianische Leben kennen.

Abschließend kann man sagen, dass wir trotz einiger Sprachprobleme sehr viel lernen, aber auch viel von unserem Wissen weitergeben konnten. Brasilien hat zwar nicht den Standard wie wir ihn in Deutschland kennen, aber gerade deswegen ist fiel unsere Wahl auf Brasilien: In einem wirklich fremden Land unseren Horizont zu erweitern und damit viel für unsere persönliche Entwicklung mitnehmen zu können. Wir empfehlen jedem diese Chance wahrzunehmen, denn nichts in aller Welt bringt euch ein neues Land und eine neue Kultur (auch bezüglich der Pflege) näher als ein Auslandspraktikum! 

INFO: Der Kontakt nach Brasilien erwuchs aus der Verbindung der Franziskanerinnen von Lüdinghausen, Gründerinnen unserer Pflegeschule, mit der brasilianischen Universität "Centro Universitário Franciscano". Diese wird von brasilianischen Mitschwestern getragen und franziskanische Ordensschwestern sind dort als Lehrkräfte tätig. 

Der Beitrag unserer beiden weitgereisten Schülerinnen sowie weitere Fotos erscheinen auch auf deren Homepage

Neue Kooperation mit Pflegeschule in Ghana

Thomas Kutschke, Geschäftsführer der kbs, und sein Team begrüßt gemeinsam mit Sr. Mathilde, Oberin des Franziskus-Konvents im Krankenhaus St. Franziskus die Leiterin der St. Patrick’s Midwifery Training School, Mrs. Lumor.

Interessante Impulse für das Zukunftsthema Pflege verspricht die neue Kooperation zwischen der St. Patrick´s Midwifery Training School in Offinso (Ghana) und der Akademie für Gesundheitsberufe (kbs) in Mönchengladbach.

Vielfältige Austauschprogramme innerhalb Europas, die den Schülerinnen und Schülern neue Eindrücke und Impulse über den regulären Unterricht hinaus bieten, sind seit vielen Jahren fester Bestandteil des Schulprogramms der Akademie für Gesundheitsberufe (kbs). Umso mehr freut sich jetzt Geschäftsführer Thomas Kutschke über die neue Kooperation mit der St. Patrick´s Midwifery Training School (Hebammenschule am St. Patrick’s Hospital) im westafrikanischen Ghana. „Die Lerninhalte der beiden Schulen ergänzen sich ideal“, erläutert Kutschke im Gespräch.

Auch in der Pflegeausbildung voneinander lernen

Zu einem ersten Kennenlernen und für einen fachlichen, pädagogischen Austausch über die Pflegeausbildung besucht aktuell eine Delegation der St. Patrick´s Midwifery Training School die Akademie für Gesundheitsberufe (kbs). Dora Lumor, Schulleiterin der ghanaischen Pflegeakademie, erhält in den nächsten Tagen Einblicke in den Unterricht der Ausbildungsbereiche Operationstechnische/Anästhesietechnische Assistenz (OTA/ATA), Gesundheits- und Krankenpflege (GUK) und Altenpflege (AP). „Besonders interessiert sind wir am Konzept des ,Problemorientierten Lernens’, das hier an der kbs sehr gefördert wird“, erklärt Mrs. Lumor. Begleitet wird sie von zwei Studentinnen, die ein vierwöchiges Praktikum innerhalb der operativen Pflege der Chirurgie und Urologie der Kliniken Maria Hilf absolvieren.Unter anderem

Ziel der neuen Kooperation soll es sein, zunächst Schülerinnen und Schülern der kbs einen praktischen Einsatz im zugehörigen Krankenhaus in Ghana zu ermöglichen und im Austausch weitere Studentinnen und Studenten aus Offinso in der kbs und den Kliniken Maria Hilf in Mönchengladbach zu begrüßen. (Mai 2015)

EU-Projekt: Erasmus +

Die Akademie für Gesundheitsberufe (kbs) ermöglicht ihren Schülerinnen und Schülern praktische Erfahrungen in Krankenhäusern und Pflegeheimen Europas und damit den Blick auf die Pflege, aber auch das Zusammenleben und die Verständigung mit anderen Kulturen. Die kbs organisiert dazu bereits seit 2010 Projekte in Belgien, Finnland sowie den Niederlanden und seit 2015 auch in Irland. Die Praktika finden meistens in einer Altenpflege- oder Rehabilitationseinrichtung statt. In der Regel werden zwei Schülerinnen bzw. Schüler (kursübergreifend) zeitgleich für vier Wochen entsendet. 

Auswahlkriterien

  • Schülerinnen und Schüler im 3./4. Semester
  • gute theoretische und praktische Leistungen 
  • geringe Fehlzeiten 
  • Englisch-Kenntnisse; ggf. Teilnahme am Englisch-Kurs
  • gut ausgeprägte Softskills, z.B. Pünktlichkeit, Verantwortungsbewusstsein, Flexibilität, Zuverlässigkeit etc. 
  • persönliches Engagement, z.B. an Schulprojekten, Paten für ausländische Schüler, Ehrenamt o.ä.

Weitere Informationen zur Bewerbung für ein Auslandspraktikum und finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten geben unsere Projektkoordinatorinnen Cordula Wiesner und Angelika Baumann

Erasmus + am Beispiel Belgien

Eine Reha-Klinik an der belgischen Küste 

von Jörg Rüffgens und Richard Rauber (GUK April 12)

Am Sonntag, dem 6.10.2013 ging es für uns los: ein Monat in einer Reha-Klinik an der belgischen Küste lag vor uns. Im Rahmen des Leonardo-da-Vinci* Auslandsprojekts der Europäischen Union fuhren wir nach Oostduinkerke in die Klinik De KEI (Koningin Elisabeth Instituut), wo wir vier Wochen lang als Pflegekräfte den „Alltag auf Station“ erleben durften. Die Schwerpunkte der Rehabilitation dort liegen im neurologischen und orthopädischen Bereich. Die direkt am Meer gelegene Klinik wird zur Zeit renoviert und modernisiert.

Mit unseren Vorstellungen und überlegten Lernzielen im Gepäck waren wir sehr gespannt inwieweit diese zutreffend und umsetzbar sein würden. Zuerst zur Unterkunft: Diese hat, nach Absprache mit uns, der Koordinator der belgischen Schule organisiert. Sie lag im Nachbarort Koksjide und war mit zwei Zimmern geräumig genug, um den Monat mit genügend Freiraum zu verbringen. Sie war nicht weit vom Meer entfernt und wurde zu Beginn des Jahres erst renoviert.

Da wir mit dem PKW anreisten, konnten wir auf das gut organisierte ÖPNV-Netz verzichten. Mit diesem wäre die Klinik innerhalb von 10 Minuten zu erreichen gewesen.

Wir wurden in Früh- (7 – 16 Uhr) oder Spätdienst (10.30 – 19 Uhr) eingesetzt. Während dieser Zeit waren wir fester Bestandteil des Teams und nach den ersten Tagen bereits voll integriert. Trotz ein paar Verständigungsproblemen war die Kommunikation mit Patienten und Pflegekräften möglich. Wir waren positiv überrascht wie viel Interesse und Zeit für unsere Anleitungen und Fragen vorhanden war. Wir lernten den kompletten Ablauf eines Patientenaufenthalts von der Aufnahme über die Pflege und Therapie bis hin zur Entlassung zu begleiten. Von unseren Kollegen lernten wir nicht nur neue Techniken für die Arbeit, sondern erhielten auch Tipps für unsere Freizeit.

Neben den nahegelegenen Orten besuchten wir ebenso weiter entfernte Städte wie Ypern, Brügge, Gent oder Calais in denen wir die Kultur und Geschichte der Region näher kennenlernten. Abschließend können wir sagen, dass es eine großartige und vor allem lehrreiche Erfahrung war an diesem Projekt teilzunehmen.

*Anmerkung: "Erasmus+" ist das Folge-Programm von "Leonardo-da-Vinci"

Erasmus + am Beispiel Finnland

Ohne Sauna geht hier nichts - Alltag in einem Altenheim in Helsinki

von Kirsten Böckelmann und Eleonora Esser – Guk Apr 12

Am 6. Oktober 2013 machten Kirsten und ich uns auf den Weg nach Helsinki um vier Wochen dort zu leben und zu arbeiten. Unsere zuständige Lehrerin Anna Anthoni, eine ausgebildete Kinderkrankenschwester und Lehrerin der Pflegeberufe an einer finnischen Pflegeschule, organisierte für uns eine nette Unterkunft in Koskela, nördlich von Helsinki. Wir wohnten in einem ehemaligen Schwesternwohnheim. Es war eine kleine, gemütliche Wohnung mit zwei Zimmern, einer Küche, einem Bad und wir teilten uns das Wohnzimmer mit acht anderen Bewohnern aus verschieden Ländern. Abends bestand hier die Möglichkeit sich auszutauschen und kennenzulernen.

Kirsten und ich arbeiteten in einem Altenheim in Kontula, dem „Kontula Comprehensive Service Center“. Dabei handelt es sich um ein modernes, großes Gebäude mit vier Etagen. Jede Etage hat drei Wohngruppen mit 14 Bewohnern mit verschiedenen Schwerpunkten der Pflege. Zwei der Wohngruppen waren für Menschen mit Gedächtnisstörungen wie Demenz oder Alzheimer; in einer weiteren Wohngruppe lebten ältere Menschen, die zwar mental noch fit, jedoch durch verschiedene Krankheiten z.B. Schlaganfall körperlich eingeschränkt waren.

Kurzzeitpflege und Rehabilitation

Die vierte Etage kümmerte sich speziell um die Kurzzeitpflege und Rehabilitation und war eine Anlaufstelle für ältere Menschen nach einem Aufenthalt im Krankenhaus, um soweit rehabilitiert zu werden, dass sie wieder nach Hause können. Dort wurde entschieden, ob die Menschen noch in der Lage sind ihr tägliches Leben selbstständig zu gestalten und sich selbstständig zu versorgen. Zudem gab es im Erdgeschoss noch eine Tagespflege, in der die Senioren tagsüber zur Beschäftigung das Zentrum besuchen. Kirsten und ich arbeiteten jeden Tag von 8 bis 16 Uhr, sodass wir einen Einblick in Früh- und Spätschicht bekamen. In den Wohngruppen wurden über den Tag verteilt verschiedene Aktivitäten angeboten; jeden Tag wurde ein entsprechender Plan in den Etagen ausgeteilt. Wir haben zusammen mit den Bewohnern verschiedener Wohngruppen Karaoke gesungen und an einem Gottesdienst teilgenommen; besonders schön waren die Tanzkurse, bei denen die Menschen zu Liedern ihrer Zeit tanzten. Uns wurde erklärt, dass es damals sehr beliebt war tanzen zu gehen. Man konnte sehen, wie viel Spaß die Menschen dabei hatten – es war etwas was sie an früher erinnerte.

Zeit für Pflege und persönliche Wünsche

Zudem hatte jede Etage ihre eigens zugewiesenen Physiotherapeuten sowie speziell ausgebildete Rehabilitationsschwestern, die jeden Vormittag zusammen mit den älteren Menschen im Forum Übungen machten. Diese fördern die Mobilität der Senioren, z. B. indem in Sitzkreisen Ballspiele angeboten wurden oder verschiedene Trainingsgeräte für Übungen zur Verfügung stehen. In jeder Wohngruppe waren stets eine Oberschwester, eine Krankenschwester, drei Helferschwestern, eine Hauswirtschaftskraft, eine Rehabilitationsschwester und eine Physiotherapeutin – ein Team, das ein angenehmes und bewohnergerechtes Arbeiten ermöglichte. Die Bewohner hatten die Möglichkeit zu ihren gewohnten Zeiten aufzustehen, denn es gab Menschen, die wollten möglichst früh geweckt werden und manche wollten gerne länger schlafen. Die Pflege war immer auf das Ziel ausgerichtet, die Ressourcen des Bewohners so gut wie möglich zu erhalten. Man hatte viel Zeit sich den Bewohnern zuzuwenden, die Pflege auszukosten und alle Wünsche und Bedürfnisse des Bewohners einzuhalten. Zudem hatte jede der Wohngruppe eine eigene Sauna, die nach Wunsch besucht werden konnte (in Finnland ist das saunieren eine Tradition und trägt ein Stück zum Wohlbefinden der Menschen bei). Des Weiteren hatte jede Wohngruppe einen großen Balkon mit vielen Pflanzen und Blumen, die auch von den Bewohnern mitgepflegt wurden.

Individuelle Zuwendung als Selbstverständlichkeit

Einen Tag haben wir zusammen mit der Rehabilitationsschwester verbracht, sie hat uns gezeigt welche Arbeit sie leistet. Jeden Tag kümmert sie sich während ihres Dienstes intensiv um vier  Bewohner. Für jeden Bewohner ist ein bestimmter Plan aufgestellt, der ausgeführt wird. An „unserem“ Tag gingen wir mit einer Bewohnerin, ihr Name war Helmi aus der Wohngruppe „Apila“ (Kleeblatt), in die hauseigene Gymnastikhalle, wo verschiedene Übungen anstanden, speziell für die Bein – und Hüftgymnastik. Anschließend ging es gemeinsam in das hauseigene Schwimmbad, dort wurde dann Wassergymnastik angeboten und anschließend ging die Schwester mit ihr zusammen in die Sauna. Es ist sehr bewundernswert, wie intensiv die Pflege durchgeführt wird. Zudem wurde jeden Tag für verschiedene Bewohner ein Spaziergang angeboten oder auch Ausflüge die mehrmals im Monat stattfanden. Wir fuhren zusammen mit ein paar Bewohnern zum sehr bekannten Fischmarkt am Hafen Helsinkis, die älteren Menschen waren begeistert. Jeder hatte die Möglichkeit eine Kleinigkeit mitzunehmen.

Fazit

Die Kommunikation war zwar nur teilweise möglich, aber die Bewohner waren teilweise auch in der Lage Englisch oder sogar Deutsch zu sprechen, wenn es in der Schule gelernt wurde. Ansonsten hat man sich auch ohne Sprache gut verständigen können. Dies gilt ebenso für die netten und freundlichen Mitarbeiter, die alle sehr interessiert daran waren uns etwas beizubringen oder zu zeigen.

Insgesamt war es eine wunderschöne und Erfahrungswerte Zeit in Helsinki, wir haben die Zeit dort sehr genossen und können jedem nur empfehlen die Chance zu nutzen dieses Praktikum wahrzunehmen. Es bringt einen in vieler Hinsicht weiter, man entdeckt die Unterschiede der Pflege in den Ländern, lernt viel über die Kultur des Landes und erweitert somit auch sein Blickfeld auf sein eigenes Arbeiten.