Auszubildende der kbs besuchen eine Schule für Pflegeberufe in Paris

Auszubildende der Gesundheits-und Krankenpflege und Altenpflege aus den Kursen  GuK Sept. 15  u. Okt. 16 und AP September/ Okt. 16 besuchen eine Schule für Pflegeberufe in Paris.

In Zusammenarbeit zwischen dem ‚Gustav-Stresemann-Institut‘ (Bonn), der kbs und dem ‚Institut de Formation en Soins Infirmiers des Krankenhauses Jean Baptiste Pussin‘ (Paris) fand vom 04. bis 09.12.2017 ein interkultureller Austausch statt: begleitet von Theo Berger (Fachliche Leitung Pflege) und Markus Welters (Koordinator/Betreuer Auslandsprojekte kbs) verbrachten elf Auszubildende der Altenpflege aus den Kursen AP Sept 16 und AP Okt 16 und fünf Auszubildende der Gesundheits- u. Krankenpflege aus den Kursen GuK Sept 16 und GuK Sept 15 eine Woche in Paris. Die französischen Lehrerinnen waren Marie-Paul Danis, Veronique Fournier und Helene, die die französischen Studierenden begleiteten. Unten stehend sind alle Beteiligten auf dem Trocadero vor dem Eiffel-Turm zu sehen:

Besonders aufschlussreich und spannend war es, die  Ausbildungsgänge miteinander zu vergleichen. Ein wesentlicher Unterschiede ist, dass die Ausbildung in Frankreich ein Studiengang ist, für welchen die Zugangsvoraussetzung das ‚baccalaureat‘ (‚Abitur‘) ist. In Deutschland kann man die Ausbildung beginnen, wenn man  (mindestens) den Hauptschulabschluss nach Klasse 10 hat. Die französischen Studenten (‚Infirmier‘)  bekommen keine Vergütung in der Theoriephase, aber eine Pauschale während der Praxiszeiten. Finanziell sind Auszubildende, aber auch ausgebildete Pflegefachkräfte bei uns besser gestellt.

Es gibt in Frankreich keine Altenpflegeausbildung, sondern eine Abschlussqualifikation, die für alle Bereiche der Pflege Gültigkeit hat. Es ist in Frankreich also jetzt bereits so, wie es in der Bundesrepublik ab  2019 mit der geplanten generalistischen Pflegeausbildung  ebenso kommen soll.

Der gemeinsame ‚Unterricht‘  begann mit einem traditionell französischen Frühstück. Immer wieder fand eine Sprachanimation statt, in welcher grundlegend wichtige Vokabeln, die für eine freundliche und gute Kommunikation im Alltag wichtig sind, gelernt wurden. Auch einige wichtige Fachtermini wurden gelernt. Die Stimmung und der Kontakt der beiden Lerngruppen war gut und hat allen wahrnehmbar richtig Spaß und Freude gemacht: der Grundstein für ein Wiedersehen, dann in Mönchengladbach Ende des Jahres 2018, wurde hier schon gelegt. Alle freuen sich auf ein Wiedersehen und eine Vertiefung des Kontakts.

Ein Highlight der Seminarfahrt war die Möglichkeit, ein Hospiz mitten in Paris zu besuchen und sich inhaltlich austauschen zu können, wie hier begleitet und gepflegt wird und welche Einstellungen / Regelungen es bzgl. Sterbehilfe, Patientenverfügung,  ethischen Fallbesprechungen etc. es gibt.

Die meisten TeilnehmerInnen der kbs waren zum ersten Mal in Paris. Da war es schon ein besonderes Geschenk, dass die  französischen Studenten mit viel persönlichem Einsatz und Ideen in Kleingruppen organisierte Stadtführungen angeboten haben. Montmartre mit Sacre-Coer,  Champs Elysee mit dem L’Arc de Triomphe waren selbstverständlich mit im Programm: ein kurzer, aber intensiver Eindruck von Paris, unvergessliche Momente!

Dank der intensiven und engagierten Arbeit der Moderatorinnen / Dolmetscherinnen  Sarah und Marie, die stets mit von der Partie waren, haben sich alle Beteiligten sehr wohl miteinander gefühlt. Es wird eine  unvergessliche  Fahrt bleiben, fast ausnahmslos alle würden wieder auf die Reise nach Paris gehen.

In diesem Sinne: Merci und au Revoir!