Pflegeschüler sammeln Erfahrungen in Brasilien und Finnland

Erfahrungen in einem professionellen Umfeld zu sammeln, ist für Schüler der Sinn eines Praktikums. Den Einblick ins Berufsleben mit einem Auslandsaufenthalt zu verbinden, ist eine spannende Herausforderung und kann den Horizont zusätzlich erweitern.

So macht ein Praktikum im Ausland Spaß – in Brasilien etwa wurden die kleinsten Patienten professionell und liebevoll versorgt.

Finnland, Brasilien oder Russland – Thomas Kutschke, Geschäftsführer der Akademie für Gesundheitsberufe am St. Kamillus (kbs), freut sich sehr über das inzwischen weltweite Angebot an Praktikumsplätzen in Krankenhäusern, Altenheimen und sozialen Diensten, für das sich jedes Jahr zahlreiche Schüler der kbs bewerben. „Wir konnten unsere internationalen Aktivitäten in den letzten zehn Jahren kontinuierlich ausbauen und sind stolz darauf, dass die Möglichkeiten so gut angenommen werden“, erläutert Kutschke.

Das entfernteste Ziel liegt über 10.000 km weit weg

In diesem Jahr flogen erstmals zwei Schülerinnen der kbs nach Santa Maria im Süden von Brasilien. Ricarda und Rebecca Rentzschke, Gesundheits- und Krankenpflegeschülerinnen im zweiten Ausbildungsjahr, besuchten vier Wochen lang das Centro Universitário Franciscano (UNIFRA) und absolvierten vielfältige Praktika in der Universitätsklinik St. Franziskus. Gemeinsam mit Studenten des Fachbereichs „Gesundheitswissenschaften“ stellten die beiden Austauschschülerinnen schnell fest, dass länderübergreifend identische berufliche Aufgabenstellungen durchaus unterschiedlich gelöst werden. Einen ausführlicheren Bericht zu Brasilien finden Sie hier.

Sprachkompetenz und respektvoller Umgang

„Nach meinem Auslandsaufenthalt hatte ich noch mehr Respekt vor den Menschen, die aus einem anderen Land nach Deutschland kommen und sich in einer fremden Sprache der Herausforderung einer Ausbildung stellen“, erklärt Austauschschülerin Melanie Commes. Im September letzten Jahres hatte sie die Gelegenheit, vier Wochen in einem Seniorenheim in Helsinki zu arbeiten und berichtet begeistert von ihren Erfahrungen. Team und Bewohner seien ihr sehr freundlich begegnet und in einem Mix aus Englisch, Deutsch sowie „Händen und Füßen“ lernte sie die Menschen, das finnische Leben und sogar erste Wörter in der neuen Sprache kennen.

Zur Vorbereitung ihres Auslandaufenthaltes treffen sich die interessierten Schülerinnen und Schüler mit Cordula Wiesner und Angelika Baumann, Lehrerinnen für Pflege und Gesundheit der kbs. Sie unterstützen bei der Bewerbung sowie den damit verbundenen sprachlichen Anforderungen und geben wichtige Tipps für die Zusammenarbeit mit Bildungsträgern im europäischen und außereuropäischen Ausland. „Die jungen Erwachsenen müssen sich auf andere Denkweisen und Wertevorstellungen einstellen – das ist eine große Herausforderung und bietet die Chance auf unvergessliche Erlebnisse“, betont Schulleiterin Susanne Leng.

PRAXIS ÜBER GRENZEN HINWEG

Die Akademie für Gesundheitsberufe am St. Kamillus (kbs) ermöglicht ihren Schülerinnen und Schülern je nach Ausbildungsgang verschiedene Praktika in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Pflegeschulen in Europa, Südamerika, Russland, Israel und Afrika. Die Praktika dauern je nach Einsatzort vier bis sechs Wochen. Die Austauschschüler lernen in dieser Zeit, welche unterschiedlichen Lösungen für gemeinsame berufliche Problemstellungen gefunden werden. Neben einer ausführlichen Vorbereitung durch das Team der kbs erfolgt vor Ort eine Betreuung durch den jeweiligen Kooperationspartner.

Zurück