Gefragte Fähigkeiten: Mit der Ausbildung zur „Medizinisch-Technischen Radiologieassistenz“ haben junge Menschen beste Berufsaussichten

Vorsichtig dreht Frederik Bröcker den Arm der Patientin nach links. Ein kurzer Blick in das Lehrbuch, das vor ihm liegt, ein prüfender Blick, ob sich das Handgelenk in der richtigen Position befindet, um geröntgt zu werden.

Im Kreis um ihn herum stehen seine Mitschüler und Prof. Dr. Müller-Leisse, Chefarzt der Klinik für Radiologie an den Kliniken Maria Hilf und Leitung der MTRA-Schule, und schauen dem jungen Mann über die Schulter. Es ist Montagmorgen in der Akademie für Gesundheitsberufe (kbs), auf dem Lehrplan der MTRA-Schüler steht die praktische Übung.

Die Abkürzung MTRA steht für Medizinisch Technische Radiologieassistenz. Es ist ein Ausbildungsberuf, den es in seiner jetzigen Form in Mönchengladbach seit zwei Jahren gibt. Der erste Ausbildungsjahrgang befindet sich im letzten Lehrjahr und wird die Ausbildung 2016 mit dem Examen abschließen. Alle Schüler sind hochmotiviert und berichten ausführlich über die anspruchsvolle und vielseitige Tätigkeit in der Medizin.

„Es ist ein sehr abwechslungsreicher Beruf“, sagt Serpil Kerinc (47), die sich im 2. Bildungsweg für die Ausbildung entschieden hat. Der Mix aus Technik und Sozialem, darin sind sich Kerinc und ihre Mitschülerin Kathrin Paul (20) einig, ist das, was den Beruf so spannend macht.

Jede Menge Fachwissen 

Vielseitig sind auch die Ausbildungsinhalte: Wer als MTRA arbeiten will, muss sich in diagnostischer Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie auskennen. „Um eine Röntgenaufnahme korrekt aufzunehmen und sie analysieren zu können, brauche es eine Menge Fachwissen“, sagt Andrea Windeck, Lehrerin in der MTRA-Schule.

„Selbstverständlich ist die tiefer gehende Interpretation des Röntgenbilds Aufgabe des Radiologen, jedoch muss der Assistent in der Lage sein, einen Notfallbefund zu erkennen“, so Windeck. Selbstständigkeit sei da gefragt, ein Verständnis für technische Prozesse und für die Physiologie des Menschen. Ebenso wichtig: eine hohe Sozialkompetenz. „Man darf keine Scheu vor dem Umgang mit kranken Menschen haben“, sagt Frederik Bröcker (21). Ebenso wichtig ist die Teamfähigkeit, da Radiologeärzte und Assistenten täglich Seite an Seite arbeiten. Wie jeder medizinische Beruf gibt es auch hier eine Menge Verantwortung, schließlich geht es um kranke Menschen.

Ausbildungsvergütung ab dem 1. Lehrjahr

Anders als an anderen MTRA-Schulen erhalten die Auszubildenden der kbs sogar ein Gehalt. Dieses orientiert sich in der Regel an der Ausbildungsvergütung für Medizinische Fachangestellte (MFA). Interessenten benötigen einen Realschulabschluss oder einen mittleren Bildungsabschluss (10. Klasse).

Beste Perspektiven für MTRA-Absolventen

Medizinisch-technische Radiologieassistenten sind am Arbeitsmarkt gefragt wie nie. Und diese Aussichten bleiben in den kommenden Jahren gut. Das Deutsche Krankenhausinstitut prognostiziert sogar einen weiter steigenden Bedarf. Im nächsten Jahr nimmt die Akademie für Gesundheitsberufe (kbs) wieder 15 neue Schüler auf. Bewerbungen nimmt die Akademie für Gesundheitsberufe (kbs) in Mönchengladbach jederzeit entgegen. Vorteilhaft sind gute Noten in Mathematik, Physik und Biologie. Nächster MTRA-Ausbildungsbeginn ist der 1. September 2016. Ansprechpartner sind Frau Königs und Frau Nieland, Telefon (02161) 892 2552.

Zugangsvoraussetzungen und Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie hier.

86 erfolgreiche Examen an der kbs (November 2014)

BU: Pfarrer Herbert Schimanski und Pastoralreferent Jürgen Schmitz begannen mit einem ökumenischen Wortgottesdienst die Feierstunde.

ABSOLVENTEN LEGEN GRUNDSTEIN FÜR DIE BERUFLICHE ZUKUNFT – 86 ERFOLGREICHE EXAMEN AN DER KBS

86 Absolventen der Akademie für Gesundheitsberufe am St. Kamillus (kbs) haben erfolgreich ihr Examen abgelegt. In einer Feierstunde überreichten Geschäftsführer Thomas Kutschke, Akademieleiterin Susanne Leng und die jeweiligen Kursleitungen den Absolventen im Neuen Forum des Krankenhauses St. Franziskus ihre Zeugnisse.

Thomas Kutschke, Geschäftsführer der Akademie, und Professor Ulrich Kania, Ärztlicher Direktor der Kliniken Maria Hilf, dankten den an der Ausbildung Beteiligten für ihr großes Engagement während der Ausbildungszeit und wünschten den Absolventen Kraft und Ausdauer für ihre anspruchsvolle, pflegerische Arbeit. „Mit Ihrem Abschluss haben Sie den Grundstein für Ihre berufliche Zukunft im Berufsfeld Pflege gelegt – bleiben Sie immer neugierig, damit wir uns gemeinsam den aktuellen Herausforderungen stellen!“ ergänzte Susanne Leng.

Nach der dreijährigen Ausbildung liegen die Arbeitsfelder der frisch examinierten Gesundheits- und Krankenpflegern, Gesundheits- und Krankenpflegeassistenten, Altenpfleger und Operationstechnischen Assistenten nun in ambulanten, teilstationären oder stationären Einrichtungen des Gesundheitswesens und der Altenpflege. 15 Auszubildende wurden direkt vom Träger der Akademie für Gesundheitsberufe am St. Kamillus, den Kliniken Maria Hilf, übernommen, zwei Absolventen der Gesundheits- und Krankenpflege befinden sich noch im Studium und werden im nächsten Jahr mit dem Bachelor abschließen.

Fotos der Veranstaltung in unserer Galerie

Herzlichen Glückwunsch an unsere 1. Bachelor Absolventen (September 2014)

Gruppenfoto der Pflege-Bachelor-Absolventen 2014

Zwei auf einen Streich – erste Bachelorabschlüsse an der kbs erfolgreich absolviert!

Die Akademie für Gesundheitsberufe am St. Kamillus (kbs) gratuliert den ehemaligen Auszubildenden Sebastian Flüther, Patrick Peters, Judith Klein, Lisa Krause und Kerstin Schmitz des dualen Modellstudienganges „Pflege“ zu ihrem Bachelorabschluss an der Katholischen Hochschule NRW.

Mit diesem Abschluss verbunden ist echte Pionierarbeit, denn die Bachelorabsolventen zählen zu den ersten „Pflegenden“, die an der kbs eine Berufsausbildung und parallel eine Pflegestudium durchlaufen haben. Nach ihrem erfolgreichen Ausbildungsabschluss zum Altenpfleger bzw. zur Gesundheits- und Krankenpflegerin und zum Gesundheits- und Krankenpfleger an der kbs im Herbst 2013 folgten im Anschluss die letzten beiden Semester ihres Bachelorstudiums „Pflege“. Eine anspruchsvolle und lernintensive Zeit, die allen Absolventen eine andere, vertiefende Sicht auf den Bereich Pflege ermöglichte.

Mit dem Pflegestudium haben die ehemaligen Auszubildenden die Kompetenz erworben, ihr pflegerisches Handeln kritisch zu reflektieren und mit Hilfe wissenschaftlicher Erkenntnisse zu argumentieren. Denn das Ziel dieses Studienganges ist es, akademisch ausgebildete Pflegekräfte am Bewohner- bzw. Patientenbett zu befähigen, den immer komplexer werdenden Pflegesituationen kompetent entgegenzutreten und neue Wege in der Pflege mitzugestalten.

Die Feierlichkeiten fanden am 21. August 2014 in Köln in der St. Agnes Kirche statt, wo die ersten 54 Bachelorabsolventen ihre Urkunden vom Studiengangsleiter Prof. Dr. Wolfgang M. Heffels, zugleich Prorektor der Katholischen Hochschule NRW, entgegennahmen. Eine besondere Ehre wurde Kerstin Schmitz zuteil, die die Abschlussrede für ihre Kohorte halten durfte. Sie begann mit den Worten:

Vor drei Jahren, im September 2011, stiegen wir gemeinsam in einen Zug. Es war seine erste Fahrt und niemand konnte wissen, was uns auf dem Weg erwarten würde. Doch die Zugführer, bestehend aus den Dozenten, den Studiengangsverantwortlichen und den Projektleitern, gaben die Richtung vor, in die der Zug fahren sollte und eines war von Beginn an klar: Zwei Etappenziele galt es zu erreichen – das berufliche Examen und den akademischen Bachelor.

Diese Etappenziele wurden nun mit Bravour erreicht. Wohin der Zug unsere ersten Absolventen des Modellstudiengangs „Pflege“ noch führen wird, das wissen wir nicht – auf jeden Fall gratulieren wir herzlich und wünschen viel Erfolg auf dem weiteren Weg!

kbs startet neues Ausbildungsjahr mit wachsendem Spektrum an Gesundheitsberufen (September 2014)

Das neue Ausbildungsjahr startet in der Akademie für Gesundheitsberufe am St. Kamillus (kbs) mit einer noch größeren Vielfalt an Ausbildungsberufen

Am 1. September begannen 130 Auszubildende an der Akademie für Gesundheitsberufe am St. Kamillus (kbs) ihre Ausbildung zu Fachkräften in den Bereichen Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Krankenpflegeassistenz und neu in 2014 im integrierten Ausbildungsgang Operationstechnische Assistenz/Anästhesietechnische Assistenz.

„Die wachsende Ausdifferenzierung von Gesundheitsberufen an der kbs macht uns sehr stolz“, freut sich Thomas Kutschke, Geschäftsführer der Akademie für Gesundheitsberufe, „Als moderne Bildungseinrichtung legt unser Team großen Wert darauf einen optimalen Rahmen für die verschiedenen Ausbildungen zu bieten. Wir sind davon überzeugt, dass die jungen Menschen, die hier starten, mit der Schule und der Berufsentscheidung eine gute Wahl getroffen haben.“

In diesem Jahr neu im Programm ist die Ausbildung im Bereich Anästhesietechnische Assistenz (ATA). Dieses Berufsfeld war an der Akademie für Gesundheitsberufe bisher nur über eine Pflegeausbildung mit anschließender Fachweiterbildung zu erreichen. Durch die Verknüpfung und fachspezifische Aufteilung mit dem Bereich der Operationstechnischen Assistenz gelingt nun der direkte, und damit schnellere, Zugang zu dieser anästhesiespezifischen Fachqualifikation. Ebenfalls hervorzuheben ist, dass die kbs erstmals den Ausbildungsbereich der Gesundheits- und Krankenpflegeassistenz in Teilzeit anbietet und damit einen wichtigen Schritt in Richtung familienfreundliche Schule geht.

Der Fachkräftemangel eröffnet allen Auszubildenden bei erfolgreichem Abschluss hervorragende Berufsperspektiven. Das ist auch der Grund, warum die Akademie für Gesundheitsberufe am St. Kamillus (kbs) Jahr für Jahr ihr Angebot erweitert. „Als einer der größten Arbeitgeber der Stadt erweitern die Kliniken Maria Hilf unser Ausbildungsspektrum genau um die Berufe, die jetzt neu im Programm der kbs zu finden sind“, so Thomas Huppers, Pflegedirektor der Kliniken Maria Hilf. Insgesamt bietet die Akademie inzwischen rund 500 Ausbildungsplätze in verschiedenen Gesundheitsberufen – auch im Rettungsdienst – an.

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Foto: Isabella Raupold

Pressefoto zum Download (Copyright D. Ilgner)

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